Happy Birthday, You D**khead!

Der 27. November war ein großer Tag: Bill und ich mussten/durften ganztags arbeiten! Deshalb geriet Bills Geburtstag leider eher zur Nebensache … Dennoch schafften wir es, uns nach der Arbeit gegen 23 Uhr am Strand zu treffen und eine kleine Geburtstagsfeier auf die Beine zu stellen. Das Programm war wie immer sehr simpel: Bier, Musik, gute Laune. Nur kam dieses Mal noch etwas Besonderes hinzu. Denn Bill hatte Kokosnüsse und Rum besorgt. Mit einem Küchenmesser wurden die Teile aufgehackt, etwas Kokosmilch wurde abgetrunken und dann mit Rum (Captain Morgan – manchen auch bekannt als „Captain Gestern“) aufgefüllt. Herrlich! Tricky wurde es, als die Kokosnüsse langsam leer wurden. Aber da wir keine große Rücksicht auf das Mischverhältnis nahmen, wurde einfach mehr Rum eingefüllt und gut.

Natürlich habe ich Bill, meinem noblen Gastgeber, auf dessen Couch ich inzwischen seit sechs Wochen lebe, ein paar Präsente überreicht. Zunächst gab es da eine Karte, die ich in seinem Freundeskreis rumgereicht habe, damit alle unterschreiben konnten. Die tolle Aufschrift lautet: Happy Birthday, You Dickhead! Mehr als treffend, wie man mir immer wieder versicherte, und auch Bill hat sich köstlich amüsiert.

Dann hab es noch ein „Skull Jar“ (ein Porzellanbehältnis in Form eines Totenschädels, in dem Bill ab sofort sein Kleingeld, seine Kronkorgensammlung oder seine Autoschlüssel aufbewahren kann) und einen ziemlich coolen Kugelschreiber in Skelettform mit leuchtenden Augen und kleinen Hebelchen an der Rückseite, die ihn wie einen Boxer zuschlagen lassen. Beides kam natürlich wunderbar an.

Nach getaner Arbeit, also als alle Kokosnüsse leer genuckelt waren und so weiter, stolperten Bill und ich mit seinenm Kollegen Timmy nach Hause. Da Timmy am nächsten Tag schon wieder früh arbeiten musste, quartierten wir Timmy kurzerhand auf der zweiten Couch in Bills Wohnzimmer ein, um den Weg zur Arbeit möglichst kurz zu halten. Timmy – ein netter Typ, mit ‘ner netten Frisur und netten Sprüchen – weckte mich dann durch seinen Klingelton auf, den ich spontan als die “Harfen von Jericho” bezeichnen würde. Nach dem dritten mal Snoozen drohten die Mauern meines ohnehin schon unruhigen Schlafes entgültig einzustürzen, doch es war endlich so weit: Timmy musste gehen und mit ihm sein infernalischer Engelswecker aus der Hölle! Hurra!

Am nächsten Tag forderte „Captain Gestern“ seinen Tribut, und Bill und ich schleppten uns nach ein paar Stunden Schlaf zur Beach Burrito Company, um uns dort ein Katerfrühstück zur Mittagszeit zu genehmigen. Während Bill mit dem Willen eines echten Kriegers seinen Tag mit einem Tequila, einer Frozen Margerita und einem Chimichanga (also einem frittierten Burrito) begann, übte ich mich in Zurückhaltung und trank ein Ginger Beer (alkoholfrei!) zu meinem Burrito. An einem wunderschönen Tag  wie diesem mussten wir irgendetwas unternehmen, und so schlichen wir zum Palace Hotel, um uns dort bei Cider und Billard etwas zu erholen und, am Fenster sitzend und durch unsere Sonnenbrillen geschützt, die Sonne zu genießen.

Während Bill den ganzen Tag frei hatte, hieß es am Abend für mich: Nach Randwick fahren und mir ein Zimmer ansehen, das dort zu vermieten ist. Und abends war Arbeiten im Ceviché angesagt. Um Mitternacht schließlich endete für mich ein Tag, den ich dank Captain Gestern im Gepäck, müde, aber happy zu den Akten legt

e.

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