Keep in Touch!

Wie in meinem letzten Post schon angedeutet, bin ich letzten Sonntag umgezogen. Das Zimmer in Randwick, in dem ich nun lebe, habe ich über das Internet gefunden. Mike, der Vermieter, und ich sind inzwischen alte Bekannte, könnte man sagen. Seit unserem ersten Telefonat vor etwa vier Wochen haben wir noch viele Male miteinander gesprochen und uns dann auch irgendwann einmal persönlich getroffen. Bei unserem ersten Telefonat hat er mit seinem liebenswürdigen Akzent aus Taiwan die Basics abgefragt:

1. When do wanna move in?

2. How long do you wanna stay?

3. What do you do? Study or work?

4. How old are you?

Interessanter Weise hat er diese Details bei jedem unserer darauffolgenden Telefonate (und auch bei unseren Treffen danach) immer wieder aufs Neue abgefragt. Zugegeben, ein paar Details können sich schon verändern. Aber seltsam kam mir das trotzdem vor. Ich habe also entschieden, dass er entweder extrem viele Anfragen wegen des Zimmers bekommen muss, so dass er den Überblick verliert, oder dass er einfach an einer schwachen Demenz leidet.

Anyway, das Zimmer ist nicht riesig, hat aber all die Vorzüge, die ein moderner Junggeselle sich nach wochenlanger Zwischenstation auf einer Couch wünschen kann: eine Tür, einen Schrank, einen Schreibtisch, ein Bett (!!!) und vor allem einen Internetanschluss (und ich so: YEEEEEEEAAAAAAAH!!!!!😀😀😀  – is’ wichtig, echt jetzt). Mit nur etwa 20 Gehminuten vom Strand ist die Entfernung zum Meer gerade noch zu verkraften, finde ich.

Meine Mitbewohner (ich schätze ihre Zahl auf vier bis sechs) sind allesamt asiatischen Ursprungs und scheinen hier zu Uni gehen. Allerdings sind das auch nur Vermutungen, da die Leute gerne für sich bleiben, hier ninjamäßig durch die Flure schleichen, ohne dass ich sie dabei sehen würde, und insgesamt recht ruhig sind. Ein paar Informationen konnte ich aber schon sammeln:

1. Meine Hausninjas scheinen panische Angst vor der Dunkelheit zu haben. Anders kann ich mir nicht erklären, warum selbst am Tag im Flur das Licht brennt.

2. Die Damen und Herren sind echte Wasserratten. Denn sie setzen nach jeder Dusche das Bad unter Wasser. Soll mir aber recht sein, ich hab rutschfeste Flipflops.

3. Studium oder nicht, manche Leute begreifen einfach nicht, dass man einen benutzten Schwamm auswringen sollte, wenn man fiese Gerüche und Bakterien im Schwamm minimieren will. Latte, ich hab eigene Schwämme in meinem Zimmer!

4. Die Leute sind anscheinend regelrechte Reis-Enthusiasten, denn der Kühlschrank ist nahezu leer, und nur von Luft, Liebe und Edelstahl-Wurfsternen können Ninjas ja auch nicht leben. Oder?

5. Untypisch für Ninjas: Der Sinn und Zweck einer Türklinke scheint den Schleichern unbekannt zu sein. Hehe, diese Krawallschleicher😉

Nach meinem langen Gastauftritt in Coogee bin ich ganz froh, endlich eine Unterkunft gefunden zu haben, die meinen Vorstellungen entspricht und bezahlbar ist. Randwick ist eine coole Gegend, Coffeeshops, Liquor Stores und andere Einkaufmöglichkeiten sind zahlreich vorhanden, zur Arbeit, in die City und zum Strand komme ich ohne Probleme und vor allem schnell. Die Chaoten aus Coogee sehe ich jetzt zwar nicht mehr unbedingt jeden Tag, aber bei dem kurzen Weg werden wir uns sicher nicht aus den Augen verlieren. Fazit: Success!

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