Paddington

An meinem freien Tag neulich (naja, ganz frei war er nicht, aber wenn man erst um 7 Uhr abends arbeiten muss, sollte man mit dem Tag schon irgendwas anfangen, gell?) bin ich wieder einmal auf Erkundungstour gegangen. Da ich zeitlich etwas eingeschränkt war, habe ich mir den nahe gelegenen Stadtteil Paddington und die angrenzenden Centennial Parklands ausgesucht und bin mit dem Bus schnell rübergejuckelt.

Früher ein selbständiges Dorf, liegt Paddington nicht wirklich nah an der City, dafür aber umso näher an Randwick. Es besticht nicht gerade durch moderne Bauten und gestresste Menschenmassen, die in ihrem Lunch-Break über die Straßen hasten, dafür aber durch ruhige Straßen und Gassen, einige interessante ältere Bauwerke, entspannte Langzeitstudenten (oder deren australisches Äquivalent) in Coffee Shops und seine Idylle.

Ich hatte einige ganz klare Ziele in Paddington: Die Baracken (für Touristen leider außer am Donnerstag nicht zu besichtigen), Three Saints Square (eigentlich nur ein Kreisverkehr, um den herum Restaurants und Hotels gebaut wurden, und daher so unspektakulär, dass ich nicht mal ein Foto gemacht habe), das Paddington Reservoir (einen kleinen Garten mit Teich direkt neben einer Haupstraße) und die Centennial Parklands (ein gigantischer Park, der wie eine andere Welt anmutet).

Noch etwas zum ersten Bild in der Galerie unten, das vor meiner Abfahrt entstand: Mehr unabsichtlich als bewusst habe ich in den letzten Wochen verschiedene Gegenstände angehäuft, die allesamt grün sind (darunter u. a. einen Plastikteller und einen Plastikbecher, beide auch in Hinblick auf meinen Roadtrip in drei Monaten, ein Weihnachtsgeschenk von Jana – Danke, Jana! -, eine Aloe-Vera-Lotion für meine von der Dauersonne ach so gestresste Haut und einen Lappen und einen Schwamm). Wenn man das Ganze auf meiner ebenfalls grünen Kommode anordnet, sieht das ganz cool aus, wie ich finde. Daher das Foto.

Warum Lappen und Schwamm? Naja. Über die eigenartigen Bräuche meiner Mitbewohner habe ich ja schon berichtet. Die drei Damen in dem Zimmer neben dem Bad habe ich gestern im Geiste übrigens die “Shower Rangers” getauft und anschließend, einem irren Einsiedler nicht unähnlich, erstmal schön vor mich hingekichert. Deren Routine ist weiterhin ungebrochen: Abends (zwischen 22 und 1 Uhr) wird geduscht. Und zwar ausgiebig. Und direkt hintereinander. Das hat bei mir, als ich nach zwei bis acht Bier nach Hause kam, schon ein paar dazu geführt, dass ich das Gefühl hatte, mir würde gleich die Blase platzen oder bestimmte Flüssigkeiten durch die Augen austreten (waren vermutlich nur Tränen). Jedenfalls haben die Schlingels noch andere Angewohnheiten. Man kennt das ja: Anfang 20 muss man eben lernen, auf eigenen Füßen zu stehen. Wer das Handtuch in der Küche als Lappen verwendet, darf sich nicht wundern, wenn er es jeden Tag austauschen muss. Und wer den Lappen nach dem Abwaschen nicht auswringt, der hat da eben bald ein seltsam riechendes Feuchtbiotop neben der Spüle zu liegen, das – so glaube ich – das Geschirr eher noch schmutziger macht. Könnte mich  irren. Aber da gehe ich lieber kein Risiko ein😉

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