Aussie Spirit

Trotz suboptimalen Wetters habe ich mich heute mal nach Glebe aufgemacht. Glebe ist ein netter kleiner Stadtteil mit vielen Universitäten, vielen Studenten, Cafés und Buchläden – und natürlich auch Parks, die direkt am Hafen liegen. Und da der Tag insgesamt planmäßig, aber unspektakulär verlief, hier noch eine kleine Anekdote zum “Aussie Spirit”:

Man muss schon sagen, die Leute hier, vor allem die “eingeborenen” Locals, sind einfach cool drauf. Man merkt das an den kleinen Unterschieden, wenn jemand einfach mal NICHT ausrastet, weil etwas nicht ganz nach seinem Wunsch geht. Coole Situation vor ein paar Tagen: Evil D. räumt einen Tisch ab, aber durch eine Kombination von Ahronsirupresten auf dem Teller und zu viel Schwung beim Anheben des Tellers rutscht das (glücklicher Weise stumpfe Butter-)Messer über den Rand des Tellers und landet auf dem Kleid der jungen Dame, die bei uns im Restaurant gefrühstückt hat.

Erwartete Reaktion der Kundin: “What the f**k is wrong with you, dude?!”
Tatsächliche Reaktion: “Oh, sorry!”

Ich habe mich natürlich ebenfalls entschuldigt für mein Missgeschick, war aber nicht geistesgegenwärtig genug zu fragen, ob “sorry”,

a) weil das Messer so ungünstig am Rand platziert war
b) weil sie nicht mit katzenartigen Reflexen ausgewichen ist oder
c) weil sie dreister Weise immer noch an ihrem Platz saß und nicht schon längst das Weite gesucht hat.

Jedenfalls machen solche Momente doch immer wieder sehr deutlich, wie lässig die Leute hier insgesamt so drauf sind. Gerade in der Gastronomie ist es ja nicht immer so einfach, überall zur gleichen Zeit zu sein und sich um alles gleichzeitig zu kümmern, wenn’s wieder einmal voller ist.

Anfang der Woche hatten wir einen recht ruhigen Abend vor uns – dachte ich. Mit nur fünf Reservierungen für den ganzen Abend sah es echt danach aus. Aber letztendlich kam es dazu, dass wir beinahe jeden Tisch im Restaurant besetzt hatten. Natürlich mussten einige Leute etwas länger auf uns warten, aber wirklich sichtbar angenervt war am Ende des Abends keiner der Gäste. Und das war dann doch eine echte Erleichterung.

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