China Town

Fast wie eine andere Welt wirkt China Town auf den arglosen Westeuropäer, der daran gewöhnt ist, so ziemlich alles lesen und einordnen zu können, was um ihn herum passiert. Die verschiedenen Dörfer, aus denen Sydney über die Jahre zusammengewachsen ist, haben alle ihre Eigenheiten und ihre Reize, aber China Town ist noch einmal etwas völlig anderes. Juweliere, Video- und “Media Stores”, Imbisse und Restaurants – mit viel Glück kann man hier im Schaufenster neben dem Preis die ein oder andere Information über die Waren bekommen. Wenn man Pech hat, ist alles in kryptischen Schriftzeichen gehalten. Spannend!

Zunächst einmal bin ich hier durch die Straßen spaziert und habe die oben beschriebenen Eindrücke auf mich wirken lassen. Nur wenige Meter entfernt befindet sich die George Street, wo alles in lateinischen Buchstaben und arabischen Zahlen kommuniziert wird. Nicht so eine Parallelstraße weiter. Die Fressmeile war ebenfalls ein Erlebnis. Nachdem ich gerade mein Frühstück beendet hatte, hatte ich nicht den geringsten Hunger und musste einen guten Teil meiner Energie darauf verwenden, die freundlichen Einladungen der Damen vor den Restaurants höflich, aber bestimmt abzulehnen und meinen Weg unbeirrt weiterzugehen.

Paddy’s Market, eine Art Flohmarkt in einer riesigen Halle, hat sich nicht viel verändert und erinnerte mich wieder an die Märkte in Florida, die ich vor 15 Jahren mit meinen Eltern und meinem Bruder dort unsicher gemacht habe. Sonnenbrillen, von 60 auf 10 Dollar reduziert (garantiert original!), Nike-T-Shirts zu Schleuderpreisen (garantiert original!), auffällig günstige Rugby-Jerseys (bla bla!) – hier gibt’s alles. Vor allem den Chinesischen Massagen muss man aber aktiv ausweichen, wenn einem eine kostenlose Kostprobe angeboten wird – wer stehen bleibt, hat schon halb verloren. Und wer weiß, was die einem alles kaputt massieren können, wenn sie nur die Gelegenheit bekommen.

Ich erinnere mich noch heute daran, als mich vor zehn Jahren genau hier ein Gentleman von hinten packte, mir die Schultern knetete und beteuerte “I will fix it for you!!!”. Ich musste mich quasi losreißen und durch die engen Gänge flüchten. Dieses Mal blieb mir ein derartiger Übergriff zum Glück erspart. Fazit: Interessantes Zeug wurde hier angeboten, aber da man nie weiß, was echt ist und was nicht, beließ ich es beim Gucken und marschierte rüber zum wichtigsten Ziel des Tages: dem Chinese Garden.

Mitten in der City, nicht weit vom Darling Harbour, der Central Station und der George Street entfernt, liegt der Chinese Garden hinter hohen Mauern versteckt (Die Mauer muss weg!😛 ) und verwöhnt die Besucher mit einer Idylle, die man hier nicht erwartet. Die Eindrücke, die man hier sammeln kann, sind wirklich einzigartig:

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