Jengameister vs. Wet Cricket

Wieder einmal ist viel passiert im herbstlichen Sydney. Zunächst einmal haben wir (also Bill, Dreadlock-Tom und ich) ein neues Spiel erfunden: Jengameister! Man nehme Jenga und eine beliebige Anzahl von Jägermeisterflaschen und spiele Jenga. Jedes Mal, wenn eine Aktion scheinbar die Gesetze der Physik verletzt und der Turm komischerweise nicht einstürzt, gibt es für jeden einen Shot Jägermeister. Mit zunehmender Spieldauer (und steigendem Alkoholpegel) werden diese „Whoaaah!“-Momente mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit häufiger („Dude, that totally should NOT have worked!“) – ein fieser kleiner Teufelskreis. Vermutlich kann man die Regeln noch etwas verfeinern, aber dazu waren wir später einfach nicht mehr in der Lage.

Gestern, also am 16. März, war in Nordsydney das „Ross Langdon Testimonial Cricket Match“ angesagt. Paul, der Cricketball-Metzger, hatte das Spiel zu Ehren seines Freundes Ross organisiert, welcher einst ein begnadeter Architekt und begeisterter Cricket-Spieler war und leider im letzten Jahr tragisch ums Leben gekommen ist.

Wir trafen uns also alle im Forsyth-Park in Neutral Bay, wo uns prompt ein heftiger Regen überraschte, der sich schon bald in ein Gewitter verwandelte. Macht nix! Man hatte ja ein kleines Gazebo dabei, was schnell aufgebaut wurde, und schon standen wir alle dicht gedrängt im Trockenen, schlürften Bier und Softdrinks und bewunderten den Grillmeister, der mit einem Regenschirm in der linken Hand tapfer den Grill anheizte. Nach nur etwa 90 Minuten oder so klarte der Himmel irgendwann auf, und wir konnten tun, wozu wir alle gekommen waren: auf nassem Rasen (Yay!) Cricket spielen! Das ursprünglich geplante Match zwischen den „Orange Men“ und den „Architects“ wurde durch ein lockeres Spiel für alle ersetzt, und die Stimmung war durchweg hervorragend (sogar während des Gewitters). Einige der Spieler gaben sogar vor, von meiner Performance beeindruckt zu sein (obwohl der Ball, den ich in den Genitalien den Schlagmanns versenkte, keine Absicht war, und ich vier- oder fünfmal in Serie danebenknüppelte, bis mir endlich ein beeindruckender Treffer gelang) – überhöflich, die Australier!

Anschließend traf ich noch einmal die Harrissons zum gemeinsamen Abendessen und Abschied nehmen, den schon bald wird meine Zeit hier in Sydney erstmal vorbei sein und meine große Reise durch das Land beginnen. Schnell ist die Zeit bisher vergangen und ich kann es kaum erwarten, den Rest des Landes zu erkunden.

Hier eine kleine Sammlung der neusten Eindrücke:

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