Shipwrecked Behind Bars

ENGLISH VERSION BE-frikking-LOW!

Zwei Sehenswürdigkeiten in Fremantle möchte ich noch einmal gesondert darstellen, nämlich das Shipwreck Museum und das Fremantle Prison. Beide beschäftigen sich mit der bewegten Vergangenheit von Fremantle, zum einen die Erkundung der Westküste und der Handel mit den Siedlern dort, zum anderen mit der Tatsache, dass hier eben vieles mit der Hilfe von verurteilten Häftlingen aufgebaut wurde (wenn nicht sogar nur von diesen armen Würstchen, wie zum Beispiel das Freo Prison – die Freude der ersten Häftlinge kann ich mir kaum ausmalen, als diese in Australien ankamen und erstmal das eigene Gefängnis aufbauen durften😛 )

Für Fans von Schiffen, Schifffffffahrt (neue Rechtschreibung hurra!), Kanonen  usw. ist das Shipwreck Museum auf jeden Fall einen Besuch wert (Rabbid und ich sind fast ausgerastet). Von der Navigation und dem Kartographieren der Küste bis hin zu der Geschichte einzelner verunglückter Schiffe kann man hier einiges Neues erleben und einiges über das Bergen von Schiffswracks lernen. Die Fotos sprechen für sich!

Das Gefängnis ist ein ziemlich düsterer Ort und man muss kein Hellseher sein, um zu erkennen, dass die Häftlinge hier keine angenehme Zeit hatten. Guide Chris klärte uns über die Geschichte des Gefängnisses auf und die spannendste Fluchtversuche auf (Doing Time Tour + Great Escapes Tour).

Die Highlights:

1) Irgendein Genie kam nach der Festigstellung des Gefängnisses auf die glorreiche idee, direkt neben die Gefängnismauer einen Tennisplatz zu bauen, damit sich die Insassen etwas ablenken können. Die Häftlinge bekamen aber schnell raus, dass Tennisbälle hohl sind und man darin super Geld, Drogen, Nachrichten und kleine Waffen auf der Mauer befördern kann. Und so wurde der Tennisplatz quasi zu einem kleinen Schwarzmarkte, von dem aus Nachrichten nach draußen und Waren nach drinnen befördert wurden.

2) Es gab auch einen Kräutergarten, in dem nur Häftlinge erlaubt waren. Als sich aber doch einmal eine Wache in diesen Garten verirrte, angeblich auf der Suche nach einer Tomate für sein Mittagessen, fand er dort eindeutig illegale Pflanzen vor, die nichts essbar waren. Chris war nicht ganz eindeutig, was es war, aber es waren sicher Drogen im Spiel😛

3) Die ehemaligen Todeszellen wurden in einen Bereich umgebaut, in dem heute kleine Unternehmen Räume mieten können. Wenn mal also einmal eine Massage mit einem besonderen Flair braucht, kann ich die Todeszellen im Freo Prison empfehlen. Kann sein, dass die wegmassierte Anspannung sofort wieder da ist. Aber was Besonderes ist das auf jeden Fall.

4) Ein Teil des Frauengefängnisses wird im Moment in ein Hostel (ohne Scheiß) umgebaut. Neben der Alten Feuerwache in Freo wird Gefängnissen auf jeden Fall schon wegen seiner Geschichte in etwa einem Jahr eine coole Unterkunft abgeben. Abgesehen davon ist der Markt direkt um die Ecke und der so genannte “Cappuccino Strip” ist ebenfalls nicht weit😀

Zwei Wochen war ich insgesamt bei Torsten und seiner Family in Perth und bin dann am 15. Juni mit dem Zug (Indian Pacific) rüber nach Adelaide gefahren. Sollte auch nur zwei Tage dauern. Ich verspürte dennoch eine latente Vorfreude, immerhin saß ich noch nie so lange in einem Zug und wer weiß? “Vielleicht gibt es ja WLAN oder einen Fernseher an Bord, auf dem man die WM verfolgen kann. Im schlimmsten Fall finde ich heraus, wie es ist, in einem fahrenden Zug zu duschen”, dachte ich mir.

 

There are two sights in Freo on which I’d like to deliver a special report: the Shipwreck Museum and the Freo Prison. Both deal with Freo’s past, the exploration and trade with the West Coast on the one hand, and the fact that a lot of Australia’s history was built up by convicts and prisoners (like Freo Prison itself – I can hardly imagine the look in their eyes when they arrived in Freo and got told they would built up their own prison for the next few years😛 )

Fans of ships, navigation, and cannons will have a great time at the Shipwreck Museum (me and Rabbid freaked out). Pretty much everthing involving the first ships ever to navigate along the West Coast is covered here including parts and bits of cargo from actual shipwrecks and their discovery and stories. Check out the pictures!

The prison is a pretty scary place (duh!), and you won’t have a hard time imaging that the prisoners suffered quite a bit while doing time here. Our guide Chris gave us a great tour through the prison, explaining its history to us and also pointed out the most famous escapes and escape attempts (Doing Time Tour + Great Escapes Tour).

The highlights:

1) Some genius thought it would be nice idea to build a tennis court right next to the prison wall so the inmates could get some exercise. Soon they figured out that you can tennis balls open, put messages, drugs, money or small weapons in them and hurl them into the prison without anyone noticing. And so the tennis court turned into a bit of a black market.

2) Next to the tennis court there was a little vegetable garden – prisoners only! One day, a guard disregarded this rule and went there in order to find a tomato for his lunch. He didn’t find a tomato. But he did find a number of illegal plants that were not supposed to be growing within a prison. Or anywhere outside …

3) The former death row has been turned into a number of offices for small businesses. So if anyone ever feels like getting a massage in a truly unique environment, death row in Freo Prison is the place to go. The knots may reappear very soon from all the uneasiness but it may be worth it anyway.

4) Part of the former Women’s Prison is currently being turned into a hostel (no kidding!). So besides the Old Fire Station, this place will probably be one of the hostels with the most exciting past in Freo in about a year’s time.

After two weeks, I left Torsten and his lovely family (thanks, guys!) and took the train (Indian Pacific) to Adelaide. Which was supposed to take two days. But I was looking forward to it. “Maybe” I thought “there’s even WiFi on board – or a TV so I can watch the Football World Cup. Worst case scenario: I will find out what it is like to have a shower on a moving train.”

 

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