Red Red Wine Country

Die Zugfahrt im Indian Pacific war … lang. Immerhin hatte ich Platz ohne Ende, so dass ich locker meine Beine ausstrecken konnte und selbst dann kaum den Sitz vor mir berührte. Leider gab es in dem Zug aber weder WLAN noch einen Fernseher, und auch Steckdosen waren dünn gesäht, so dass ich mir die Zeit hauptsächlich mit lesen vertrieb. Und natürlich dem Mit-leerem-Blick-ins-Nichts-Starren, was ich auf meinen Reisen beinahe zu einer Kunstform entwickelt habe. Duschen und Rasieren in einem fahrenden Zug waren ganz lässig, wesentlich einfacher, als ich erwartet hatte auf jeden Fall, obwohl einmal bei einem Ruckler gegen die Wand fiel und damit versehentlich einen Knopf drückte, der das Service-Personal alarmierte. Falscher Alarm! Kommt aber wohl häufiger vor …

In Adelaide wohnte ich bei Vanessa, die mir vor zehn Jahren in Jindabyne das Snowboarden beibrachte. Mit ihrem Fahrrad brettere ich regelmäßig in die Stadt und besuchte dort Museen und Galerien, marschierte durch die Innenstadt und auf die berühmten Adelaide City Markets.

Außerdem wurde ich von Freunden von Vanessa auf einen Freak-Bike-Ride eingeladen. Wir trafen uns bei einem der Freaks (Jess) und verluden unsere Bikes in einen Bus (ich bekam eins geliehen) und fuhren dann auf einen Berg nahe der Stadt. Anschließend fuhren dann etwa 15 Mann auf teilweise ganz absonderlichen, selbstzusammengebauten Bikes den Hügel hinunter und trotzten Wind und Wetter und gelegentlichen Steigungen. Natürlich machten wir regelmäßig mal ein Päuschen und kippten uns ein paar Bierchen hinter die Binde. Unser Tross war eine ziemliche Attraktion, Fotos wurden gemacht, Kinder zeigten staunend auf unsere verrückte Karawane und mehr als einmal wurden wir gefragt: “What are you doing? o.O” – “Er, riding. xD” Ich bin stolz darauf, dass ich nur zweimal den Anschluss verlor und mich verfuhr, einmal musste ich ca. 10 min lang einen Hügel wieder heraufstapfen, den ich zuvor “Huiiiiii!”-grölend in 30 Sek hinuntergefahren war. In der Stadt wurde ich noch einmal abgehängt, diesmal allerdings mit dem alten Haudegen Kano an  meiner Seite, der sich auskannte, so dass wir nach ein paar Umwegen weit nach Einbruch der Dunkelheit OHNE BELEUCHTUNG (!!!) endlich wieder bei Jess ankamen. Nach ca. 8 Stunden auf einem Fahrrad waren meine Beine abends ziemlich nudelig. Aber morgen, dachte ich mir, hab ich Beine aus Stahl! Naja. Es war dann doch nur ein Muskelkater.

Am Sonntag dann nahm mich Vanessas schottischer Kumpel Dave mit auf eine Tour in die Weinberge um Adelaide im McLaren Vale. Auf den Weingütern tranken mir einige mittelmäßige und sehr viele hervorragende Rotweine, ließen uns über Trauben und Erde aufklären und genossen einfach dieses Fest für die Sinne. Ich war total entzückt von den Rotweinen, denn es war inzwischen einige Monate her, dass ich so gute Rotweine gerochen und geschmeckt hatte.

 

The train ride in the Indian Pacific was … long. I had heaps of space though and had a good time reading for two days, staring out the window thinking about stuff or sleeping. There wasn’t very much to see on the way but I still enjoyed this two-day trip quite a bit.

In Adelaide, I stayed with Vanessa who tought me how to snowboard ten years ago in Jindabyne. She let me use her bike to go to the city and explore Adelaide, its museums, art galleries, the markets and the inner city.

Also, I went on a Freak Bike Ride with a few her friends. They lent me a bike, we took a bus up a hill nea Adelaide and hooned back down into the city. Of course we had to stop every now and then to have a few beers and everything. The bike on the trip were pretty amazing, most of them overly long, ridiculously tall, 2-in1-bikes, with musical instruments on them, or something like that. Needless to say, people on the way pulled out their phones, took pictures and asked “What are you doing?”. Children pointed at us, and we waved at them and smiled😀 I am pretty proud to say that I only got lost twice: Once I went down the wrong turn and ended up walking up a hill for 10 min which had just hooned down in 30 sec going “Whhooooooooo!” The second time, I got lost in the city, reaching an intersection with no one in sight. Me and Kano, the guy who was with me, finally made it back to Jess’s house long after dark (WITH NO LIGHTS ON OUR BIKES!!!). After a day on a bike I felt noodle-legged but I was sure I would have legs of steel the next day. Turns out they were only sore. Very. Sore. Worth it though!😀

On Sunday, Vanessa’s scottish friend Dave took me to a couple of wineries in McLaren Vale to taste a few mediocre and many excellent reds. After not having any decent wine a couple of months, this was a truly great experience, and the hills where a pretty sight for us while the experts at the wineries told us about their grapes and the soil.

 

 

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